Wann und warum reagiert ein Körper auf bestimmte Substanzen?

Gerade beim Mischen (auch roh) entstehen Aromen und Geschmäcker, die die Sinneszellen in die Irre führen. Die steigende Tendenz der Allergien liegt auch darin begründet, dass teils ähnliche Moleküle (Zusätze, Aromen, etc – aber auch durchs Mischen) verwendet werden, zwar eine andere Sinnes-Charakterisitk provozieren, im Endeffekt aber eine Zusammenstellung darstellen, die vom Körper doch nicht erwartet wurde. Ist die Toleranz überschritten, kommt es zur starken Reaktion.


Es gibt auch interessante Beobachtungen zur Unverträglichkeit von artenfremder Milch dazu.

Kommunikation aus einem Forum:

Zitat einer stillenden Frau, die mit Rohkost anfängt:
Den Käse habe ich gegessen, nur wegen dem Geschmack. Obwohl bei großen Mengen, hat mir dann auch nicht mehr so gut geschmeckt. Ich habe oft am Abend so richtige Fressatacken, die ich früher mit Käsebröten besiegt habe. Nun ist es vielleicht so eine Art Abhängigkeit geblieben.
Antwort:
"Nur wegen dem Geschmack" ist gut ... das ist doch total wichtig! Und es bedeutet, dass du für deinen Körper noch keinen Ersatz für den Käse gefunden hast.
Als ich schrieb, probiere 14 Tage ohne, setzte ich natürlich voraus, dass du einen passenden Ersatz findest und nimmst. Salz hatte ich schon geschrieben, Gewürze kannst du zur Not auch nehmen (vermutlich brauchst du die, bis du Zugang zu den Wildpflanzen hast). Wegen Calcium, Fett etc brauchst du natürlich auch was anderes.
Ich machte Gästen anfangs einmal eine Tomatencremesuppe mit zermalmten Sonnenblumenkernen. Da las ich, dass Sonnenblumenkerne auch gerne "verkäst" werden (ist schon lange her, müßte ich nachsehen). Vielleicht probiers einfach mal mit Sonnenblumenkernen - wie auch immer.

Davon abgesehen ist eine Sucht auf ein degeneriertes Lebensmittel meist ein absolut ernstzunehmender Warnhinweis auf eine maskierte Allergie.
D.h. dass du auf Kosten deiner Lebenskraft weiterhin davon ißt, bis eine chronische Erkrankung auftritt.
Übergehst du allerdings die erste gering anmutende Sperre, kooperiert dein Körper. Als nächstes Stadium kommt die Sucht, klassisches Merkmal.

Ein natürliches Lebensmittel sperrt von sich aus.

Abhängigkeiten können entstehen durch:
* zu häufigen Konsum (deshalb sequentiell nach Jahreszeit Lebensmittel anpassen)
* viel Zucker, Weißmehl, Coffein, Alkohol, Gifte und anderen Stress -> Hypoglykämie
* durch natürliche Inhaltsstoffe in täglichen Lebensmitteln wie Exorphine in Milch, Gluten und Hülsenfrüchten wegen ihres Suchtpotentials
* Zusatz von suchtfördernden Substanzen in Industriekost und Tabakwaren.


Als Ergänzung zu obigem Text habe ich dir in meinen Büchern nach der Zubereitung für Sonnenblumenkäse geschaut.

Sonnenblumenkerne sind reichhaltig an Mineralstoffen (http://www.daskochrezept.de/bundeslebens..._H430011_4.html) und in Kombination mit den frischen Kräutern könnte diese aufnehmbare Powermischung eine - zumindest vorübergehende - Lösung für dich sein.
Im ersten Jahr aß ich so lange ein degeneriertes Nahrungsmittel, bis ich draufkam, dass ich eigentlich den darin enthaltenen Basilikum roch + wollte.

Anhand der Rezeptur wirst du erkennen, warum ich erst gar nicht gemischt habe, sondern (auch des Zeitaufwandes wegen), die Bestandteile einfach so esse. Trotzdem könnte es dir ja Spaß machen und vielleicht dein Experiment unterstützen.
Insbesondere sieht man alleine an der Rezeptur, durch was Käse nun eigentlich ersetzt werden sollte (dunkelgrüne Blätter, Wildkräuter, ...)

Bei den Rezepten handelt es sich nicht um "richtigen" Käse, wie er oft in alternativer Literatur mit Karde-Blütenfäden beschrieben wird (ein Bekannter von mir meinte, das müßte man auch mal mit Kokosnuss o.ä. probieren, da weiß ich aber nicht weiter Bescheid, weil ich da irgendwie keine Anziehung zu diesen Prozessen empfinde solange ich mich anders versorgen kann).

Vielmehr geht es um den Geschmack und die gespürten Inhaltsstoffe. Das Mischen der Sonnenblumenkerne mit den Kräutern ist relativ harmlos. Andere Samen/... würde ich nicht miteinander mischen.
Vielleicht ist es ja etwas für deine Familie.

Sonnenblumenweichkäse

Zutaten:
2 Tassen Sonnenblumenkerne
1 EL kaltgepresstes Öl
2 - 3 Teel. Zitronensaft
1 Handvoll frische Kräuter nach Belieben
Muskatnuss (Hochgefühl bewirkend, gut für Leber)
Kristallsalz (evtl mit Gewürzen)

Herstellung:
Die Kräuter fein wiegen, die Sonnenblumenkerne mit dem Öl und dem Zitronensaft pürieren, bis ein fester cremiger Brei entsteht. Diesen mit Muskat und wenig Kristallsalz und evtl anderen Gewürzen abschmecken.
Aus diesem Brei nun kleine Kugeln formen oder den Brei in geölte kleine Gefäße pressen und diese dann störzen. Die Weichekäseformen danach in den Kräutern wälzen.

Eine weitere Möglichkeit:
Die Formen können auch in gehacktem Salbei, Peterisilie, Rosmarin, Bohnenkraut oder Schnittlauch oder aber in Gewürzen, sowie Paprika, Pfeffer aber auch in Kümmel (gegen Blähungen) gewälzt werden.

Kräuterquark der Rohkost

Zutaten:
1/2 Tasse Sonnenblumenkerne
1 Teel. feingeschnittener Bärlauch
1 Teel. feingeschnittener Estragon
1 Teel. feingeschnittene Schafgarbe (1 Kraut für 5 ;-) )
1 Teel. freingeschnittener Thymian
1 Teel. feingeschnittener Salbei
2 Teel. Zitronensaft
1 Teel. kaltgepresstes Öl
Wasser
Gewürze (Viele; ggf auch Petersilie noch dazu usw)
Kristallsalz

Herstellung:
Die Sonnenblumenkerne mit dem Zitronensaft und etwas Wasser pürieren, so dass ein weicher cremeartiger Quark entsteht. Anschließend die geschnittenen Kräuter daruntermischen und mit den Gewürzen abschmecken.

Sonnenblumenkerne gibt es bei Orkos (vorher riechen und kosten, ob sie, gut gekaut ein angenehmes Mundgefühl erzeugen).


LG Angelika

P.S. mein Kleiner liebte es von Anfang an, Kräuter im (großen) Mörser zu zerstoßen oder Küchengeräte zu verwenden, die er mit der Handkurbel selber betätigen konnte. Per Spaß ließ ich ihn auch an einer händischen Küchenmaschine mit dem Salattrocknereinsatz spielen - teilweise nutzte ich diese Maschine auch zu den Zeiten, wenn er schlief und ich ohne Maschinenlärm etwas vorbereiten wollte (z.B. Erdbeer-Bananen-Püree)