Wer glaubt, dass die rohköstliche Ernährung weniger Auswahl enthält, wird in den folgenden Zeilen erstaunt sein, wie vielfältig die breite Palette natürlicher Lebensmittel ist.
Im Folgenden stelle ich alle üblichen Lebensmittelgruppen vor.
Natürliche Lebensmittel zu erhalten, ist manchmal eine Herausforderung: Nahrungsmittel werden häufig Prozessen unterzogen, damit sie im Handel ansprechend transportiert, gelagert und verkauft werden können. Teilweise können diese Prozesse eine mehr oder weniger starke Beeinflussung auf die Qualität des Lebensmittels bewirken: Von Insektiziden, über Beläge wie Wachs bis zu kurzem Dampfbad, zu heißem Trocknen oder rösten ist hier alles möglich.
Grundsätzlich sind Lebensmittel aus dem eigenen Garten oder von Rohkostversendern meist die sicherste Möglichkeit,
gute Qualität zu gewährleisten.
Info aus dem Wörterbuch
Wikionary:
Das Wort roh bezeichnet einen unbearbeiteten Zustand von Etwas.
Herkunft: von althochdeutsch: rō blutig
Duden:
roh [mhd., ahd. ro, ursp. = blutig]
1. ungekocht oder ungebraten: ein -es Ei; -es Fleisch; -er Schinken; Gemüse r. essen; das Fleisch ist noch [ganz] r. (überhaupt nicht gar); [...]
Roh|kost, die: pflanzliche Kost, insbes. aus rohem Obst und Gemüse: sich von R. ernähren;
Roh|köst|ler, der; -s, -: jmd., der sich von Rohkost ernährt;
ins|be|son|de|re, ins|be|sond|re
Bemerkung: insbesondere heißt nicht ausschließlich
Kurz gesagt - eigentlich bedeutet es im allgemeinen (und im Unterbewußten): UNFERTIG.
Unfertigs esse ich auch nicht (!). D.h. keine unreifen Früchte/Gemüse/..., aber auch keine /Blätter/..., die nur für das Kochen gezüchtet geworden sind oder durch das Kochen erst eßbar werden.
Abgesehen davon können viele Lebensmittel auch getrocknet werden: Obst, Gemüse, Datteln aber auch Wildkräuter und tierische Produkte können so schonend haltbar gemacht werden. Siehe auch Technik im Haushalt
Der Rohkostversender Orkos bieten einen eigenen Ratgeber über das Thema Trocknung (bis 42°C!) an. Trockenfrüchte sollten nicht regelmässig sondern eher unterwegs als Nahrung dienen (Überlastungsgefahr, da die Sperre - ein dezentes Brennen im Mund oder andere Sinneseindrücke - leicht übersehen wird).

Damit die Produkte im Handel länger haltbar sind, werden sie meistens einem Hitzeprozeß unterzogen. Dazu gehört bekanntermaßen das Pasteurisieren, Heißbäde und Trocken + Bedampfen, aber auch andere neu entwickelte Technologien um auch Frischware im Regal gut aussehen zu lassen. Oder bei Nüssen, um diese nicht (oder spät) ranzig werden zu lassen (-> gerade bei Omega 3 Quellen relevant).
Glaskonserven, pasteurisiertes, die meisten abgepackten Trockenfrüchte im Handel (oft erhitzt und wiederbefeuchtet) , die meisten Nüsse, Lebensmittel aus Israel, oft auch Früchte aus dem Bioladen (z.B. Äpfel im Heizwasserverfahren von evtl. Bakterien befreit).
Wie erkennt man den Unterschied: Eine erhitzte Frucht (z.B. Mango) oder ein erhitztes Gemüse (z.B. Avocado) wird PLÖTZLICH unbrauchbar.
Ein nicht erhitztes Lebensmittel wird nur langsam verdorben, manchmal schmeckt die Veränderung sogar angenehm.
Beispiel: Überreif werdend wie Matsch, alkoholisch werdend aber fruchig, weißer Schimmel (-> B12-Produzenten).
Erhitzte Kohlenhydrate werden allerdings von krebserregenden Schimmelkulturen befallen. Die betrifft Nüsse, Getreide usw. Man sieht diese Mikroorganismen in dem Fall nicht. Hier ist also besondere Auswahl vorteilhaft (Getreide am besten ankeimen lassen und abspülen).
Bei einer erhitzten Frucht sieht man eine Art Rand. Z.B. 5 mm nach innen eine Veränderung der Struktur des Fruchtfleisches. Nachreifen oder angenehmes alkoholosieren ist nicht mehr möglich. (So wie bei gekühlt gelagerter Milch kein Rahmabschöpfen mehr möglich ist, weil die Milchsäurekulturen durch die Lagerund in der Kälte zugunsten der Fäulniskulturen zuwenig vorhanden sind)
(1) Kaufen Sie sich einen grünen Salat. Essen Sie von dessen Blättern, bis Sie merken, dass sich der angenehme Geschmack ins z.B. Bittere umschlägt. Bereiten Sie nun aus dem verbleibenden Salatblättern einen durchmischten, mit Salz, Öl und Essig dressierten Salat zu.
Sie werden merken, dass Sie nun viel mehr Salatblätter essen können
Dies zeigt, dass der Geschmacksinn als Sperre für Stoffe, die der Körper nicht mehr haben möchte, bei gemischten Produkten nicht bzw. nicht so gut funktioniert.
(2) Kaufen Sie reife (Hawaii-) Ananas (oder ersatzweise je nach Bedarf und Saison Karotten). Verfahren Sie mit dem Verzehren bis zum Umschlagen des angenehmen Mundgefühles wie zuvor: Zuerst schneiden/beißen Sie ganze Stücke ab, dann schneiden/reiben Sie kleine nudelige Stücke und dann bereiten Sie einen Ananas- bzw. Karottensaft aus dem verbleibenden Rest .
Zuletzt können Sie, wenn der Saft fad schmeckt, Zucker hinzufügen.
Sie werden merken, dass je mehr Obst bzw. Gemüse verarbeitet oder sogar mit Zucker vermischt werden, Sie immer mehr davon essen könnten ohne eine Sperre zu spüren. Bei einem gezuckertem Saft existiert keine Sperre im Sinne des Bitter (...) werdens der Karotten im Mund mehr. Ananas werden mit der Zeit richtig sauer, ja sogar ätzend und greifen die Mundschleimhaut an, wenn sie mono verzehrt werden (der Körper braucht zu ihrer Verdauung ein eigenes Enzym). Auch dieses Experiment zeigt, wie sehr Manipulation die Sinneseindrücke und so die Auswahl verändert. Die Gefahr der Überlastung und der Fehlernährung ist hier relativ groß.
Die Abneigung und Ängste vieler Interessierter ist, dass sie glauben, Rohkost bedeutet nur Obst und Gemüse, Nüsse und Samen, "wie gewachsen so verzehrt". Fast jeder Rohköstler kommt mit der Zeit darauf, dass ein optimales Lebensmittel unverarbeitet himmlische Phasen auslöst, die mit Küchenrohkost nie erreicht werden können. Allerdings ist die Versorgung mit solchen Lebensmitteln auch eine wirtschaftliche, finanzielle Angelegenheit und viele, insbesondere vegetarische Rohköstler helfen sich mit dem Mischen um eine potentiell ausgewogenere Ernährung zu ermöglichen.
Jedes Lebensmittel wird am besten für sich alleine verzehrt, darin sind sich grundsätzlich die Autoren wie z. B. Guy Claude Burger und Franz Konz einigt. In einer Mahlzeit kann es vorkommen, dass verschiedene Gruppen kombiniert werden. Es hat sich herausgestellt, dass sich bestimmte Gruppen besser miteinander vertragen als andere (ähnlich der vielen bekannten Trennkost). Als ich anfing, befestigte ich mir folgende Kombinationstafel in der Küche, die ich aus dem Englischen übersetzte: Sie ist ein schneller Ratgeber für Kombinationen (1.273 KB):
Eine gute Hilfestellung für Menschen, die mit Rohkost beginnen, vorallem mit instinktiver Rohkost, ist der Mahlzeitenfahrplan nach Burger. Diese Richtlinie hilft noch detaillierter, günstige Kombinationen zu finden. Manche Kombinationen können den Körper dermaßen belasten, dass dieser Ratgeber eine gute Hilfe ist, den Körper sachte aus dem Toleranzzustand herauszuführen (z.B. bei Obst-Nuss-Kombinationen).
Mahlzeitenfahrplan für Mittag (.pdf--Datei, 23 KB)
Mahlzeitenfahrplan für Abend (.pdf-Datei, 22 kB)
Information über Cassia Fistula
Bei dem Gespräch mit vielen Rohköstlern ist mir aufgefallen, dass die Kraft der Wildkräuter vor allem auch am Anfang vernachlässigt oder gar vergessen wird. Deshalb weise ich an dieser Stelle nochmals darauf hin mit dem Link zu den Informationen zu Wildkräutern.
Dunkelgrünes Gemüse (Achtung: Die Zuchtformen der Kohlgemüse werden für das Kochen produziert. Jene Teile der Gemüsesorten, die im Allgemeinen weggeworfen werden, enthalten Vitamine , welche die verwendeten Teile nicht aufweisen) und allem voran die Wildkräuter .
Sie sind auch im Winter nutzbar (Feldsalat und Kreuzblütlergewächse wie Kohlsprossen sind winterhart - ebenso Vogelmiere, Brombeerblätter uvm.).
Über das Thema Fleisch und Entzündungen:
Folgender Text faßt die Erfahrungen mit Fleisch von mir und anderen Rohköstlern zusammen:
Fleisch mit Antibiotikafütterung etc. sind von folgender untenstehender Erfahrung ausgeschlossen und betrifft mehr die natürliche Zusammensetzung im Allgemeinen (auf minderwertige Quellen gehe ich hier nicht ein, darauf gehen Veganer in ihren Texten genug ein):
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