Ein Beitrag aus dem alten Blog.

Ungesättigte Fettsäuren


Nachdem hier im Winter keine Wildpflanzen mit hohem ungesättigten Fettsäuregehalt wachsen, habe ich mir angewöhnt, zu dieser Zeit 1 - 2 Eßlöffel* über ein paar Stunden eingeweichten Leinsamen zu essen.
Dabei nehme ich mir auch wirklich die Zeit, um diese richtig zu zerbeissen.
Der Schleim, der sich beim Einweichen bildet, ist wie der der Blätter von Lindenbäumen und Malven wohltuend für den Magen.
Die Haltbarkeit ist etwa 2 Tage. Danach müßte man den Leinsamen aufbreiten, sodass er ordentlich weiterkeimen kann.
Ungesättige Fettsäuren steuern unser Hormonsystem (Menses, …), fördern die Bildung von neuen Zellen (Erneuerung) und fördern die Aufnahme fettlöslicher Vitamine.
Das Fett fühlt sich im Mund sehr angenehm an.
Gerade Leinsamen enthalten viele der Omega-3-Fettsäuren und sind daher ein sehr intensives, hochqualitatives Lebensmittel.
Lang geschätzt: Von den alten Ägyptern weiß man, dass sie Leinsamen auf Reisen mitnahmen und dass er sogar auch Grabbeigabe war.


Rohkost - Kinderbilderbuch
Packung Leinsamen

Rohkost - Kinderbilderbuch
Trockener Leinsamen


Rohkost - Kinderbilderbuch
Eingeweichter Leinsamen (davon esse ich 1 - 2 EL):
Der Schleim ist gut erkennbar (auch an den Bläschen)
Schön erkennt man, wie lebensfähig die Samen sind, wie sie binnen Stunden
aufplatzen (weißer Rand, tlw sogar schon kleine Stifte)


Rohkost - Kinderbilderbuch
gekeimter Leinsamen

*Generell wird abgeraten, mehr als 2 Eßlöffel davon zu essen. Ich hatte aus therapeutischen Gründen eine Zeit lang schon mehr davon gegessen. Größte Nebenwirkung bei größeren Mengen ist allerdings auch Zunahme an Gewicht ;)