Ein Beitrag aus dem alten Blog.

Übersäuerung, Zink, Süssgräser. Was hilft bei Haarausfall?


Volles Haar ist ein starkes Signal für Vitalität und sexuelle Potenz – bei Männern und Frauen. Wer seine Haare verliert, verliert also immer auch an Selbstwert und Einfluss. Dies wirkt sich direkt auf Beziehungen, Partnerwahl und Beruf aus.
Was tun also bei Haarausfall. Einerseits gibt es natürlich Umstände wie Vergiftungen, die dazu führen können. Die häufigste Ursache ist allerdings Übersäuerung und Hand in Hand damit, Hormonprobleme. Diese finden ihre Ursache meist in der zivilisierten Ernährung. Menschen, die länger rohe Lebensmittel einnehmen sind allerdings auch nicht gefeit davor. Im Gegenteil.
Woher kommt das? Die Übersäuerung des Körpers hat ihre Ursache meist in einer zu geringen Basenkost. Für Rohis bedeutet das konkret, dass sie zuviel Fruchtzucker (großgezüchtete Früchte und Gemüse) und zuwenige Lebensmittel konsumieren, die einen Stärke- bzw Traubenzucker-Überhang aufweisen:
* Süßkartoffel
* reife Kokosnüsse
  (Achtung: viel Selen -> bewirkt auch Haarausfall auf die Dauer; nicht mal eine ganze Kokosnuss pro Tag - sollte ohnedies geschmacklos werden)
* Pekannüsse
* Weizengras
* Hafer
* usw.

Ganz besonders krass ist die Auswirkung, wenn aus Theoriegebäuden heraus oder hauptsächlicher Kaufware Süssgras ausgeklammert wird bzw zuviel Oxal- und Phytinhältige Lebensmittel verzehrt werden. Z.B.
* Oxalsäure: Spinat, Löwenzahn, Erdnüsse, Walnüsse…
(Abhilfe: Calciumreiche Lebensmittel essen;)
* Phytin: Ölsamen wie Sonnenblumenkerne, Roggen, …
(Abhilfe bei Getreide durch Führung; sonst Vitamin C dazu)
Manche Lebensmittel davon würden in der Natur nie in einer größeren Menge, gar mono, auf einmal gegessen werden.
Nicht alles, was bitter ist, ist auch gut für den Magen. Man kann beides geschmacklich erkennen, wenn man es einmal tariert hat.
Süssgras ist ein ausgezeichneter regelmässig verfügbarer Zinklieferant, wenn man mal von Austern in Küstengebieten absieht, bei denen man allerdings wieder auf Vitamin C achten sollte. Und mit Eisen eines der wichtigsten Spurenelemente des Körpers.
Nicht nur für die Haare, selbstverständlich. Doch der Körper spart dort am schnellsten, wo es nicht so notwendig ist. Für Männer ist vielleicht auch interessant zu wissen, dass pro Samenerguss etwa 5 mg Zink ausgeschieden werden. Wo Eisenmangel (durch die lange/starke Menstruation) bei Frauen mehr verbreitet ist, ist Haarausfall bei den Männern mehr verbreitet. Doch auch viele Frauen sind vom Haarausfall betroffen: Die Natur ist bei ihnen meist gnädiger und es bildet sich meist “nur” eine hohe Stirn aus.


Rohkost - Kinderbilderbuch
Mann und Frau mit typischen Bereichen der Kahlköpfigkeit

Mein Tipp für Rohis ist daher, täglich Süssgras zu essen. Wenn man die Ernährung umstellt, sollte man Lebensmittel nicht ersatzlos streichen, sondern adequaten Ersatz finden. Im Falle des Weizen/Süssgrases der Kochkost ist dies Gras, dass beim Zerbeissen süss wird. Schilf als unser größtes Süssgras aber auch viele andere Spitzkeimer wie Weizengras (für den Winter interessant), Hafer oder ab und zu Zuckerrohr.

Rohkost - Kinderbilderbuch


Das eher unscheinbare Gras wird meist übersehen, obwohl (oder weil?) es im Übermass wächst. Es erinnert eigentlich von seiner Form her schon an Haare.
Ich war selbst erstaunt, als ich zum ersten Mal so ein Grasstück im Mund zerkaute - und das tatsächlich schnell süss wurde!
Manche geben sogar den Löwenzahnblättern den Vorrang, obwohl diese mit ihrer Oxalsäure sogar eher die Calciumaufnahme behindern. Die Löwenzahnblüten dagegen sind sehr angenehm. Ebenso problematisch der Überhang von Ölsamen wegen der Pytinsäure, die ebenfalls verhindert, dass Mineralstoffe vom Darm aufgenommen werden können (daher die Teigführung bei Roggensamen etc.).
Mein Partner ist zwar kein Rohi, aber er nützt diese Erkenntnisse ebenso: Er ißt auch täglich Gras. Mit seinen bald 38 Jahren hat er noch immer volles Haar. Sein Vater hatte im Vergleich schon bei der Hochzeit den Beginn seiner Glatze - wie auch sein Grossvater davor.

Rohkost - Kinderbilderbuch

Mein Partner und ich
Mein Stirnansatz ist nicht hoch, obwohl ich (bald 35) seit langem kein Brot mehr esse: Ich esse seit Jahren täglich Gras oder Schilf. Es muss ja nicht viel sein. Dadurch dass Blätter generell den höchsten Vitamin C - Gehalt aufweisen, brauche ich mir um die Resorption keine Sorgen machen.
Interessant zum Aspekt der Süssgräser ist auch der Kreisschlüssel, den der Österreicher Erwin Aichinger von und mit seiner Schwester Gertraud Albl seinem Buch “Wildpflanzen im Trend natürlicher Ernährung” beigelegt hat:
Er zeigt als Schlüssel die Pflanzenfamilien, beginnend bei der botanischen Unterscheidung zwischen den Zweikeimblättrigen Decksamern und den Einkeimblättrigen oder Spitzkeimern.
Den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse nach haben sich die Spitzkeimer, zu denen auch die Süssgräser zählen, erst später entwickelt. So sieht man gleich die Verteilung der Pflanzenfamilien.
Rohkost - Kinderbilderbuch
Das Buch ist generell sehr praktisch gehalten. Symbole zeigen in Kürze die Verwendung. Zur guten Erkennung der interessanten Wildpflanzen weißt es in Vollfarbe gedruckte detailreiche Pflanzenzeichnungen auf, die der Autor selbst optimiert hat. Damit ist die Erkennung der Pflanzen viel leichter - gerade auch im Vergleich ähnlich im Handel befindlicher Bücher zu diesem Thema.
Rohkost - Kinderbilderbuch
Nochmals zurück zum Thema Sexualität und Zinkverbrauch. Wenn man(n) also genug Zink einnimmt, kommt man gut zurecht. Und man braucht nicht zu überlegen, ob Sex und Spiritualität ein Widerspruch sein könnte Kabarett: Bruno Purusha Würtenberger über Sex und Spiritualität