Stärke und Säure
vertragen sich nicht
ke und Säure
ke und Säure
Immer wieder sieht man auch Küchenrohkostrezepte mit Stärken und Säuren gemischt ... oder es wird beides einfach so in zu geringen Abständen oder in unpassender Reihenfolge verzehrt.
Hier wird erklärt, warum das zu Blähungen führt und warum andere Kombinationen harmloser sind.
Die Stärkeverdauung beginnt im Mund, durch den Speichel. Der Speichel mit seinen Enzymen hat die Kraft, Stärke in Zucker zu verwandeln.
| Der Speichel kann aber durch Säuren in seiner Arbeit gestört werden. Die neue Forschung stellte fest, dass zum Beispiel das Enzym Ptyalin aus dem Speichel in seinen Aktionen aufgehalten und die Verwandlung von Stärke in Zucker gestoppt wird, wenn zusammen mit stärkehaltiger Nahrung größere Mengen von sauren Früchten gegessen werden. |
Die Stärke wird geschluckt, ohne dass sie den ersten Verdauungsprozeß (im Mund) durchgemacht hat. Im Dünndarm "fermentiert" nun die nichtverwandelte Stärke und gärt, dabei entwickeln sich unter anderem Alkohol und Kohlensäure. Das aber bedeutet: Aus der "Zuckerfabrik Verdauungstrakt" wird eine Gasfabrik und eine Destille. Das Gas steigt in den Därmen auf, kann den Bauch aufblähen wie einen Ballon, sogar auf Herz und Lunge drücken, Sodbrennen und Koliken verursachen.
Viele US-Ärzte geben deshalb ihren Patienten Tabellen, aus denen diese ablesen können, wie sie (um Gas zu vermeiden) Nahrung mit Früchten richtig kombinieren können. Diese Art von "Food Combining" als Küchenmedizin ist in keiner Weise schädlich, um Gegensatz zu vielen einschlägigen "Entsäuerungstabletten,", die zum Teil reichlich Aluminium enthalten.
Eine einfache Überblickstafel dieser Art (Wolfe):
"klick"
Natürlich und ungezüchtet gibt es in der Natur die Kombination:
• Zucker + Säuren: z.B. Grapefruits, Granatapfel (ursprüngliche(re) Früchte haben Traubenzuckerüberhang)
(Traubenzucker wird sofort über die Mundschleimhaut aufgenommen)
• Stärke + Proteine: z.B. Weizen, Süßkartoffel und
• Proteine + Fette: Nüsse, Kokosnüsse
Nirgends aber die schädliche Kombination von Säuren + Stärken in reifen Früchten: Außer eben in unreifen, grünen harten Äpfeln, grünen Trauben, grünen Pfirsichen. Diese Früchte schmecken nicht und bekommen auch nicht. Außerdem fördern sie den Zahnverfall. |
Falls Sie also kein gusseisernes Verdauungssystem haben, essen sie das Obst (und überhaupt saures Obst) entweder ganz alleine für sich, als Erfrischung zwischen den Mahlzeiten oder - auf leeren Magen - vor den Mahlzeiten.
Rohes Obst mit seinen Fruchtsäuren hat fast keine Verweildauer im Magen und saust gleich weiter in den Darm. Ißt man allerdings Früchte am Ende einer Mahlzeit, gerät der Darm durcheinander. Es gärt und bläht, der Bauch tut weh. In der Regel wird nicht das Obst sondern das Essen selbst verdächtigt.
Melonen sollten in einer Monomahlzeit eingenommen werden (mind. 20 Minuten warten bis zur nächsten Mahlzeit).
Auch Fruchtsäfte sollte man nicht während oder nach einer Mahlzeit trinken.
Wenn schon
Fruchtsäfte, dann müssen diese im Mund gut eingespeichelt werden, da sie sonst zu schnell in den Verdauungstrakt rutschen.
Für Kinder sind sie oft beliebt, daher zwei Beispiele:
Die Kombination Banane (Stärke) und Orange (Säure) ist eine typische blähende Säuren + Stärken Kombination (wenn nur ganz wenig Orange dazu, eher gar nicht).
Kokosnuss mit Datteln oder Banane gehen noch eher.
Gemüse und Früchte nicht mischen.
Obst wird nicht im Magen verdaut. Nur Bananen, Datteln und Trockenfrüchte bleiben ein bißchen länger im Magen (ca. 20 - 30 Minuten).
Warum schenke ich dem Thema Blähungen so eine große Aufmerksamkeit?
Weil diese auf Störungen im Verdauungstrakt hinweisen: Entzündungen behindern die Optimale Arbeitsweise unseres Magen und Darms und damit die Aufnahme von beispielsweise B12.
Die Ursache für B12-Mangel bei den oft auch bei "alles essenden" Rohköstlern (d.h. inkl. Fleisch, das als Synonym für B12-Abdeckung gilt) liegt meist in einer blähungstreibenden Praxis.
Abgesehen vom heilen Magen (Schonung und Förderung auch durch pflanzliche Schleimstoffe wie in Malven-, Lindenbaumblättern und eingeweichtem Leinsamen), von dem auch die Produktion des Instrinsic Factors (-> B12) abhängt, wird gerade B12 erst im Krummdarm (Illeum) aufgenommen. Entzündungen im Magen- Darmtrakt merkt man lange nicht aktiv. Doch gerade dieser Abschnitt entzündet sich oft und wird im Krankheitsfall oft als erstes operativ entfernt.
Daher: Blähungen meiden. Ein angenehmes Bauchgefühl fördern. |
Blähend wirken auch gezüchtete Kreuzblütlergewächse wie Kohlrabi und Kohl, die Rohköstler manchmal im Übermass essen. Ebenso (allerdings in geringerem Maße) Zwiebelgewächse, Staudensellerie und Wassermelonen (siehe auch
Flatulenz im Wikipedia)
Bei der Mischrohkost oder am Anfang - bis sich eine ausgeglichenere Praxis eingestellt hat - bietet sich in dem Fall die gezieltere Nutzung von Gewürzen/Kräutern mit ätherischen Ölen, wie Kümmel, an, um Blähungen zu vermeiden.
Ich esse fast täglich Kreuszblütlergewächse, allerdings 3 - 4 Blättchenweise bzw z.B. 3 Kohlsprossen aus dem Garten im Winter. Sie sind u. a. schleimlösend und lösen in dieser Dosis weder eine Sperre und in der Folge auch keine Blähungen aus.
Dies ist der Text "Blähungen 2". Haben Sie schon "Blähungen 1" gelesen? "klick"
Quellen:
1. Kursbuch gesunde Ernährung, Die Küche als Apotheke der Natur von Ingeborg Münzing-Ruef (kein reines Rohkostbuch sondern über Ernährung im Allgemeinen)
2. Fir fürs Leben von Harvey und Marilyn Diamond
3. Energieverlust und Krankheit durch Zahnherde, evtl auch Volkskrankheit Vitamin-B12-Mangel von Thomas Klein