Frischkost ist meist nur kurz lagerbar. Manche Lebensmittel kann man trotzdem lagern oder nachreifen lassen.
Ethylen abgebend:
Tomaten: Diese reifen zwar nach, sind allerdings nur dann Alkaloidfrei, wenn sie ganz reif vom Strauch geerntet werden.
Die Frucht der Tomate verliert innerhalb 2 - 3 Tage praktisch alle Alkaloide wenn sie vollreif an der Pflanze hängen. Wird dagegen in frühreifem Zustand geerntet und künstlich nachgereift, wie bei Handelware meist üblich, findet man höhere Gehalte an alpha-Tomatin.
(Grüne Tomaten: 870 mg/kg , gelbe Tomaten 450 mg/kg, rote Tomaten geerntet und nachgereift 360 mg/kg, rote Tomaten, nach Reife 2-3 Tage an der Pflanze: nicht nachweisbar)
Äpfel und Tomaten sondern das Gas Ethylen ab, dass (auch) anderes Obst und Gemüse schneller reifen (altern) lässt: Daher nicht mit Blattgemüse, Gurken, Brokkoli oder Kräutern liegen lassen. Kartoffel neben diesen Früchten lassen diese austreiben, Zwiebel wird milder und treibt ebenfalls aus.
Ggf absichtlich in einen Sack mit nachzureifendem Obst geben.
Speisekammer: Exotenfrüchte und die meisten einheimischen Früchte wie Erdbeeren, Gurken, Paradeiser (Tomaten) aber auch Paprika, und Zucchini gehören nicht in den Kühlschrank, da sie sonst Kälteschäden davontragen bzw geschmacklos werden. Diese lagern am besten in einer Speisekammer.
Im Dunkeln (Keller) lagern am Besten Äpfel, Birnen, Zwiebel, Kartoffel. Äpfel und Birnen nicht zu nahe zusammen sondern locker auflegen oder in Papier legen (sonst reifen sie zu schnell nach).
Für Kühlschrank eignet sich kurzzeitig Kernobst (Marillen, Zwetschken, ...) Blattsalate, grüner Spargel. Generell Kunststoffverpackungen entfernen (Schimmelbefall bzw damit Pilze nicht schrumpeln).
Blattsalate bzw Wildkräuter sind am meisten vom Vitaminverfall über die Zeit betroffen.
Ausgereifte Früchte lagert man am besten im Kühlschrank (aber nie neben Kartoffeln) und Druckstellen vermeiden.
Lagerung von Kernobst wie Äpfel: Für max. 14 Tage auch in einem Plastiksack im Kühlschrank haltbar (nach ein paar Tagen Löcher hineinschneiden)
Kokosnuss: Wenn das Fleisch heraus getrennt wurde, kann man es gut in kaltes Wasser legen. Falls man es im Kühlschrank trocknen läßt, kann sich ggf auch ein guter Edelschimmel darauf vermehren (käseartig). Kokosnussfleisch wird geöffnet, sehr schnell ranzig. Kann auch getrocknet werden.
Hagebutten sind nach Frosteinwirkung weich und gut eßbar und nach der Ernte einige Tage im Kühlschrank haltbar.

Raumtemperatur/Küche:
Nüsse, Mandeln, Trockenobst, Kakaobohnen können von der Dörrobstmotte befallen werden, die fressen dabei Vertiefungen in die Lebensmittel, um sich darin zu verpuppen. Sie hinterlassen Spinnfäden u. Kotkrümel. Larven können im gesponnenen Kokon evt. Monate ohne Entwicklung ruhen. Befallene Lebensmittel entfernen, um weitere Ausbreitung zu vermeiden.
Nüsse, Haselnüsse, Pistazien: Bei langer Lagerung verschwindet ihr Geschmack (generell auch eher frisch essen)
Schimmelige Nüsse nicht mehr essen (insb. Paranüsse und Erdnüsse), insb. wenn sie verfärbt sind oder schlecht riechen. In Ausnahme fällen können Macadamia-Nüsse z.B. auch wie Karamell schmecken (meist allerdings dann eher nach Schuhpaste oder ärgerem)
Trockenfrüchte: Sie sind oft mit Schwefeldioxid behandelt, damit sie ihre helle Farbe behalten und keinen Schimmelbefall erhalten (Ausnahme: Korinthen dürfen nicht geschwefelt werden). Gerade bei Feigen können sich hier allerdings sehr gute Geschmäcker entwickeln, weil der höhere Traubenzuckergehalt die Besiedelung von Edelschimmel begünstigt.
Affenbrot, Johannisbrot: Trocknet schnell ein, daher immer wieder in feuchte Tücher einwickeln
KEINE NACHREIFUNG:
Beeren, Orangen, Mandarinen, Grapefruits und Trauben werden nur an der Mutterpflanze reif. Bei der Ernte ist der Reifeprozess zu Ende.
Unreife Früchte merkt man am mangelnden Aroma (Erdbeeren) oder am stakren Säuregehalt (Orangen).
Steinobst (Zwetschken, Pflaumen) ist im Handel meist nicht ausgereift erhältlich.
Mangostane: Beim Einkauf achte darauf: Die Frucht wird frisch bereits reif eingeflogen! Ihre Schale ist lederartig. Nur solche einkaufen! Desto h ärter die Schale, um so älter u. ungenießbarer ist die Frucht.
NACHREIFUNG MÖGLICH:
Avocados, Safus, Bananen, Birnen reifen sehr gut nach und gewinnen auch an Aroma.
Bananen: Kleine braune Punkte kündigen Vollreife an. Es gibt allerdings auch Sorten, die erst schmecken, wenn die Schale komplett braun geworden ist.
Zitronen: Nicht im Kühlschrank lagern, da sie dort zu schnell austrocknen und an Aroma verlieren. Zitronen reifen nach der Ernte nach, entwickeln schöne gelbe Farbe in gut geheizten Räumen. Die Reife erkennst du am Glanz der Schale.
Orangen: Die Orangenschalenfarbe sagt nichts über den Reifegrad aus. Die Schalenfarbe wird nicht durch Sonnenbestrahlung sondern durch die Nachttemperaturen beeinflußt.
Ananas: über + 5°C aufbewahren, da sie sonst dunkle Stellen bekommt: Reife durch Zupftest: Wenn sich Blätter der Krone einzeln leicht abzupfen lassen. Die Farbe der Ananas sagt nichts über die Reife aus. Sie muss intensiven Duft verströmen.
Avocado: Reife Avocados geben bei Fingerberührung leicht nach
Cherimoya: Raumtemperatur, reifen bei Zimmertemperatur nach
Datteln: werden manchmal für den Handel tiefgefroren, und haben dann weniger Aroma.
Frische Datteln sind weniger süß als (an)getrocknete. Für das Nachreifen braucht es immer auch schon gereifte Datteln im Behälter (Kühlschrank).
Softdatteln (z.B. von Orkos) im Kühlschrank aufbewahren
Trockene Datteln können auch bei Raumtemperatur gelagert werden.
Durian: Ist reif, wenn die Stacheln zusammendrückbar sind. Nicht zu kalt lagern. Ggf. in Zellstoff (Küchenkrepp) einwickeln, damit Geschmack zwar erhalten, aber bei dem Fruchtfleisch bleibt.

Granantäpfel: Reifen auch bei Zimmertemperatur noch nach und schmecken auch noch saftig, wenn die Schale eingetrocknet und relativ hart ist. (Achtung, Flecken nicht auswaschbar)
Guave: Reif, wenn Schale auf leichten Fingerdruck nachgibt. Zum Verzehr schäle sie dünn u. entferne die Kerne. Haben 900mg Vit.C pro 10dag, also sehr hoch!
Kaki, Sharonfrucht: Erst voll ausgereift essen, sonst herb. Reife erkennst du am glasigen Schimmer der Schale und weicher Beschaffenheit
Kaktusfeige wird oft rasiert angeboten (die Stacheln können Entzündungen hervorrufen)
Kiwi: Reif, wenn Schale auf Fingerdruck leicht nachgibt.
Kumquats:Die dünne Schale ist voll essbar u. mundet kräftig würzig-süß (Orangengeschmack), das Fleisch hingegen bitter-säuerlich. Sie sind chemisch unbehandelt, daher iss unbesorgt die Schale (das beste) mit!!!
Karambula Wenn sich Rippen bräunlich verfärben, das Fleisch bernsteinfarben durchscheint, ist sie voll reif. (trotzdem viel Oxalsäure)
Litschi (Litchi, Lychee): Kühlschrank (nicht zu kalt)
Mango: Reife: Ungenießbare Schale verströmt kräftigen Duft und gibt bei Druck mit Handballen nach.
Maracuja: Die Maracujafrüchte sehen, wenn sie reif sind, runzelig aus.
Papaya: Reif, wenn die Früchte gelb sind und die Schale mit Fingerdruck nachgiebt. Hält auch auseinandergeschnitten ein paar Tage an der Raumtemperatur weil das aufgeschnittene Fruchtfleisch an der Oberfläche eintrocknet (nicht einfolieren). Grüne Papayafrüchte reifen nur selten nach.
Safus: Reifen gut im warmen, feuchten Klima nach (ggf in einen feuchten Sack an eine warme Stelle legen und alsbald nachkontrollieren. Schimmelt schnell, wobei weißer Schimmel wie Edelschimmel gut schmeckt -> Salamiartiges ergebnis nach (An-) Trocknung)
Weintrauben am besten aufhängen statt legen