Wenn ein Eiweißmolekül, das hier als Knäuel dargestellt ist, erhitzt wird, lösen sich die internen Bindungen und seine Form ändert sich in eine Art Linie:
Hier haben sich also z.B. Wasserstoffbrückenbindungen bzw. die Haftpunkte geändert. Oder noch mehr.
Die Folge ist eine andere Struktur, eine Veränderung der Polaritäten - und der Kraft.
Selbst eine Spiegelung hat Folgen im Bezug auf den Sinn:
Werden die Aminosäuren - nun verändert - durch die jeweiligen Enzyme gespalten, kann es bei deren Einsatz zur Zellregeneration zu DNA-Schäden kommen.
Acrylamid
Das bekannteste Beispiel ist das vor ein paar Jahren entdeckte Acrylamid, das aufgrund einer solchen Maillardschen Reaktion entsteht.
Erhitzt man die Kartoffeln bei der Zubereitung auf 180°C - 200°C,
kommt es zur Maillard Reaktion:
Dabei entsteht unter anderem neben Röst und Aromastoffen aus
dem Asparagin Acrylamid , eine Krebs erregende Substanz.
Die Glucose katalysiert die Reaktion.
Für elektronenreiche Moleküle, so genannte
Nucleophile, ist Acrylamid ein ausgezeichneter
Akzeptor.
Die DNA-Basen und auch viele Proteine
haben nucleophile Stellen, die mit
großer Bereitschaft an Acrylamin
addieren wollten. Dadurch kann es
also zu einer DNA-Schädigung oder zu einer
Funktionsstörung von Proteinen kommen.
Wenn wir die Bratkartoffeln (...) nun essen, gelangt das Acrylamid in den Körper, wo es Krebs verursachen kann. Der genaue Mechanismus, wie eine von Acrylamid bedingte Krankheit entsteht, wird im Moment intensivst diskutiert.
Bei der Beobachtung der Erfolge der Menschen, die Rohkost als Therapie einsetzen, scheint es sich vorallem um Zivilisationskrankheiten zu handeln, die hier initialisiert werden. Je nach Art und Zusammespiel bewirken sie unterschiedliche Symptome, die Tendenz wird meist vererbt.
Bekannte (und bereits extrahierte) Moleküle in Nahrungsmitteln können im Labor mengenmässig analysiert werden. So läßt sich Acrylamid bis zu geringen Konzentrationen nachweisen (Flüssigkeitschromatographie - massenspektromatrisch identifiziert).
Für alle unbekannten Moleküle kann diese Analyse nicht durchgeführt werden.
Daher ist das Acrylamid exemplarisch für maillardsche Reaktionsprodukte.
Das Erhitzen der Lebensmittel bewirkt gerade bei Eiweißen und ungesättigten Fetten eine deutliche Reduzierung der Wasser- und Sauerstoffatome der betreffenden Moleküle.
So passiert es, dass selbst denaturierte Fette für zahlreiche Zivilsationskrankheiten verantwortlich sind: Transfettsäuren, die besonders ab 130°C entstehen, werden vom Körper wie andere natürliche Fettsäuren eingebaut, was ihre Gefährlichkeit noch erhöht.