Die wohltuende Wirkungsweise der Cassia Fistula ergibt sich vorallem durch die
Komplexität des Zusammenwirkens der einzelnen Pflanzensubstanzen die einzigartig sind. Sie kann nicht mit anderen Cassien und schon gar nicht mit extrahierten Pflanzenextrakten (bzw. einzeln wirkenden Molekülen daraus) verglichen werden.
1. Allgemeines, Aussehen
1.1. Allgemeines zu Giftpflanzen und Pflanzengiften
1.2 Die bekannte Verwandte Senna-Kassie
2. Anwendung der Cassia Fistula
2.1 Zuerst ein kleiner Ausflug in ältere Schriften
2.2 Wirkung
2.3 Inhaltsstoffe
2.4 Effekte (Auszüge aus der engl. Studie)
2.5 Kinder und Cassia Fistula
2.6 Art der Anwendung
1. Allgemeines, Aussehen
Die Cassia fistula wird auch Indischer Goldregen, Röhrenkassie oder indischer Laburnum (Kassiefistula L.) genannt.
Es ist ein wunderschöner Strauch (bzw. Baum) der unserem hier heimischen Goldregen (Laburnum anagyroides) sehr ähnlich ist. Wer sich diese Pflanze im Wintergarten halten möchte, muss darauf achten, dass die Temperatur nicht unter 5 - 10 °C fällt.
(Ich habe ein wunderschönes Bild des Goldregens, das sogar als Desktop-Hintergrundbild herunterladbar ist, gefunden (Wales): Desktopbild:
http://www.bbc.co.uk/wales/northwest/fun/wallpaper/pages/laburnum.shtml 
)

Der hier wachsende Goldregen gilt allerdings als giftig: Der Alpengoldregen enthält, neben dem vom Gemeinen Goldregen bekannten Cytisin, insbesondere in den Blättern auch noch Ammodendrin. Den wesentlichen Beitrag zur Toxizität liefert aber das Cytisin.
Die Gattung Cassia besteht aus 522 Arten, die überweigend in den Tropen vorkommen
(auch mit leuchtendrosa Blüten).
1.1 Allgemeines zu Giftpflanzen und Pflanzengiften
Wann eine Pflanze als giftig gilt, ist Definitionssache. Wurden früher die Pflanzen - roh - bei bedarf gegessen (wobei die Pflanze beim Mono-Essen sofort sperrt, wenn der Körper jene Moleküle nicht mehr aufnehmen möchte), ist es für die verarbeitende Industrie notwendig geworden, bestimmte Moleküle bei bestimmten Dosen nach Maßstäben einzuordnen. Das ist vorallem wichtig für die Vorgaben von Medikamenten, also Mittel, die nicht instinktiv und in ihrem natürlichen Lebensmittelkontex eingenommen werden.
Grundsätzlich wurden medizinische Mittel aus Pflanzenwirkstoffen entwickelt.
Im Prinzip stellt sich so heraus, dass eine bedeutend größere Anzahl von Pflanzen und ihren Inhaltsstoffen als giftig oder mindergiftig eingestuft werden muss als gemeinhin bisher getan wird. Stark giftig sind verhältnismäßig wenige, und diese sind heute auch meist gut bekannt. Erschwerend bei der Beurteilung sind die erheblichen Schwankungen der Wirkstoffe je nach Jahreszeit, Standort, Witterung und örtlicher Rasse. Bei keiner Pflanze ist es möglich, konstante Werte zu ermitteln. Dazu kommt, dass es auf die Verfassung des Erwachsenen ankommt und Kinder - und vorallem Kleinkinder - noch nicht im gleichen Maße in der Lage sind, Giftstoffe abzubauen oder auszuscheiden wie ein Erwachsener.
In einem Buch über Giftpflanzen und Pflanzengifte sind so auch Petersilie und Kornrade enthalten (natürlich mit entsprechend angegebenen Gefährlichkeitsgrad), Pflanzen die ich bei Bedarf Stängelweise esse ... (bis sie nicht mehr schmeckt, dann ist die Phase vorbei. Würde ich trotzdem weiteressen, wäre dies nicht gut für den Organismus).
Wer kommt so schnell darauf, dass Petersilie auch nicht im Übermaß gegessen werden soll, wenn man ihn über Jahre regelmässig zum Würzen verwendete. Das funktioniert nur über die Sperre ...
Nebeninfo weil Vergiftungen mit Goldregen eine Spitzenstellung einnehmen (550 Fälle in 15 Jahren in der Berliner Vergiftungszentrale): Die Vergiftungserscheinungen bei Kindern entstehen meist durch Zerkauen und Verschlucken der Samen, Kauen an den Zweigen oder an der wie Süßholz schmeckenden Wurzel (hierdurch Massenvergiftungen), ferner durch Verwendung der Blüten anstelle der zum Würzen benutzten (weißen, ungiftigen) Blüten der falschen Akazie (Robinia pseudacacia).
1.2 Die bekannte Senna-Kassie
Diese Pflanze, bei der es sich um ein sehr wirksames Abführmittel und eine nützliche Arznei gegen gelegentliche Verstopfung handelt, gehört vermutlich zu den bekanntesten Kräuterarzneien, nicht zuletzt, weil sie häufig auch in der konventionellen Medizin verwendet wird.
Die Inhaltsstoffe sind - wie immer - abhängig von der Art des verwendeten Teiles: Die reife Frucht, Blätter, etc. In der ayurvedischen Medizin nutzt man sie bei Hautproblemen, Gelbsucht, Bronchitis und Anämie aber auch bei Verstopfung. Sie wird in der chinesischen Medizin verwendet, um das "Feuer der Leber" abzuleiten, aber auch bei Verstopfung und Arteriosklerose.
Hauptsächliche Inhaltstoffe: Anthraglykoside (Sennoside), Naphthalinglykoside, Schleim, Flavonioide und ätherisches Öl
Forschungsergebnisse:
Sennoside: Durch umfassende Untersuchungen während der letzten 50 Jahre gelang es, die Wirkungsweise der Senna-Kassie zu verstehen: Die Sennoside reizen die Schleimhäute des Dickdarms, was die Muskeln veranlaßt, sich stark zusammenzuziehen, so dass etwa 10 Stunden nach Einnahme der Stuhlgang einsetzt. Die Sennoside binden außerdem die Flüssigkeit, die sonst über den Dickdarm abgegeben wird, so dass sich der Stuhl nicht verhärtet.
Wie man sieht, handelt es sich hier auch um eine Cassia, sie sieht allerdings anders aus und hat auch eine leicht variierte Wirkungsweise zur Cassia Fistula (dazu komme ich weiter unten).
Ein anderes verwandtes Heilmittel ist der Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua, Leguminosae/Fabaceae). Die Früchte dieser Pflanze werden als Mittel bei Durchfall eingesetzt, gegen schlechte Sicht und Augenerkrankungen, Magenschmerzen. Abgesehen von seiner Nahrhaftigkeit, ist es süß und auch mild abführend (bei Beruhigung des Darmes). Diese scheinbar wiedersprüchlichen Effekte sind ein gutes Beispiel dafür, wie verschiedene Pflanzen (und deren Arzneizubereitungen) unterschiedlich auf den Körper wirken können.
2. Anwendung der Cassia Fistula
Die Kassie Fistula wird weitgehend in den verschiedenen Teilen der Welt gegen einen breiten Umfang der Unpäßlichkeiten, aufgrund der synergetischen Tätigkeit seiner Primär- und Sekundärstoffwechselprodukte (Analyse auf Samen, Blütenstaub, Frucht, das Blatt und die Hülse), die für die vorteilhaften Effekte dieser Pflanze vermutlich verantwortlich ist, verwendet.
Selbst die Wurzel der Cassia wird gerne verwendet: Süßholz, das selbst einige wohltuende Wirkungen aufweist, ist der natürliche Grundstoff für Lakritze.
Da die Wirkung der Kassie Fistula schon lange bekannt ist, ist sie auch für die medizinische Anwendung interessant. Dadurch gibt es einige Studien über diese spezielle Kassia.
2.1 Zuerst ein kleiner Ausflug in ältere Schriften:
Die Ägypter wurden von den antiken umgebenden Völkern auch die "Brotesser" genannt. Als Moses mit seinem Volk auszog, durchquerten sie die Wüste. Moses kannte wohl schon das Manna, er kündigte es seinen Leuten an.
Die Beschreibungen in der Bibel sind sehr bildhaft, teilweise wurden alte Mythen übernommen. So der Vergleich, dass das "Manna vom Himmel fiel". Der Goldregen - wie der Name schon sagt: Oder auch "Shower" wie es im Englischen heißt. Es wird auch darüber geschrieben, dass es nicht lange aufbewahrt, sondern frisch gesammelt werden sollte.
Und er ordnete an, dass ein volles Gomer (ca. 4 Liter) für die nachkommenden Generationen vor der Bundesurkunde aufbewahrt werden sollte. Die Israeliten aßen lt. Bibel 40 Jahre lang vormittags Manna.
Die Cassia Fistula wird auch Manna genannt.
[Zeitsprung]
Die meisten der ersten Christen waren Essener. Die Essener nannten sich selbst
therapeutai, "Heiler", denn sie waren davon überzeugt, dass ihre strenge und enthaltsame Lebensweise ihnen die Kraft gäbe, Krankheitsdämonen zu vertreiben, ja sogar Tote zum Leben zu erwecken (Jesu Erweckung war ein typisches Essener-Wunder; wobei es damals viele Erlösergestalten und Märtyrer gab). Es gab wohl auch "Heirat". Kinder wurden auch "adoptiert/aufgelesen" und nach ihren Gesinnungen erzogen.
[Zeitsprung]
2.2 Wirkung
Die Kassia Fistula als solche ist als besondere Gabe auf der ganzen Welt bekannt.
Pharmakonzerne haben Studien erarbeitet und dabei ist folgendes herausgekommen:
* Haupteigenschaft: Ein mild abführendes Mittel, dass auch für schwangere Frauen und Kinder verwendbar ist (bei anderen Kassiaarten nicht)
* Antipyretikum
* Analgetikum
* Entzündungshemmend
* Hypoglykämium
* Antibakterielle Tätigkeit gegen ein breites Spektrum des Bakteriums Eschericia-Choli, Bazillus-mycides, Bacillus-subtilis, Mycobacterium-Smegmatis, Kelbsiellaaerogene, Pseudomonasaerogene und Proteus vulgaris
* Gegen Tumore
* Wirkt der Fruchtbarkeit entgegen ( über Hülsenfrüchte hatte ich schon einmal geschrieben)
* Tätigkeiten auf das Zentralnervensystem
* Hemmenden Effekt auf Leukotrienebiosynthese
2.3 Inhaltsstoffe
Die Samen enthalten Linol-, Ölsäure-, Stearin- und Palmitinsäuren mit Spuren der Capryl- und Myristin-Säuren. Es ist eine mögliche Quelle von Lupeol, SS-Sitosterin und Hexacosonol, Cephalin- und Lezithinphospholipide, Galaktomannan (das aus 8 unterschiedlichen Zuckerhälften besteht).
Blütenstaub:
Allergieherbeiführende Rolle; beträchtliche Mengen freier Aminosäuren [...]
Das Gewebe der eßbaren Frucht ist eine reiche Quelle von
Kalium, Kalzium, Eisen und Mangan (mehr als Früchte wie Apfel, Aprikose, Pfirsich, Birne und Orange)
Die Studie zeigte, dass die höchsten Niveaus der Phenolharze in der Hülse enthalten wurden, die übereinstimmend das Erntestadium und -organ ist, das durch die Arzneibücher empfohlen wird.
2.4 Effekte (Auszüge aus der engl. Studie; die Übersetzung der Begriffe holpert)
Kurz gefaßt spielt die Kassia Fistula bei der Verhinderung zahlreicher chronischen und degenerativen Krankheiten eine große Rolle (eine Auswahl, rudimentär übersetzt):
Herz- und zerebrale Ischemia der Atherosclerose, Karzinogenese, neurodegenerative Stärungen, der zuckerkranken Schwangerschaft, der rheumatischen Störungen; zur Gesundheitswartung
Besondere Aufmerksamkeit wurde folgenden Stoffen gewidmet:
Vitamin E, Vitamin C, phenoplastische Ableitungen einschließlich des Anthrachinon, der Canthones, der phenoplastischen Säuren, der phenoplastischen Diterpene, der Flavonoide, des Katechins, der Proanthoccyanidines und des Anthocyanin.
Diese Substanzen werden in Zusammenhang mit biologischen Effekten wie Antiviren, Entzündungshemmend, Antithrombotisch, Antimutagenik, Anticarciogenik, Antiageing und Vasodiltaorintätigkeit.
Die bioaktiven Tätigkeiten, die Polyphenolen zugeschrieben werden, werden fast zweifellos teils durch das Ausstoßen von Unreinheiten des freien Radikals, Antioxydant und metallerschwerenden Tätigkeiten vermittelt.
Synergetische Effekte mit anderen Antioxydantien.
Andere Tätigkeiten Wirken bei Karzinogenen, die Fähigkeite Phase 1 zu hemmen und Umwandelenzyme der Phase II und ihr Potential zu modulieren. Sie können Tumorentwicklung verhindern, indem sie Tumorzellenapoptosis verursachen, indem sie DNATOPOISOMERASE II und Downregulation p53 hemmen oder indem sie mitochondrische Giftigkeit verursachen, die Mitochondrische Apotosis einleitet.
Zusammenfassend schließt die Studie, dass die Cassia Fistula eine wichtige Quelle der natürlich vorkommenden bioaktiven Mittel ist. Sie sind ungiftige, chemopreventive Mittel gegen verschiedene oxydierende Drücke. Die Studie hebt den hohen Wert der Pflanze hervor.
Stichworte aus dem sehr langen Quellenverweisen: Antitussivetätigkeite, Wundheilende Tätigkeit, Krebsverhinderung, Xanthinoxydase, Implikationen als Ernährungsantioxydantien, hypocholerstolaemic Potential, Anthrachinonglykoside, Multifunktionsnahrung, Jugendliches Hormon, Empfängnisverhütung
(Nebenbemerkung pflanzliche Empfängnisverhütung: Die Wurzelknolle des wilden Yams, einer in Südmexiko heimischen Regenwaldpflanze enthält eine hohe Konzentration an Diosgenin. Diese Substanz läßt sich gut extrahieren und chemisch leicht in Progesteron umwandeln. Aus Progesteron wurden zahlreiche Antikonzeptive, die Anti-Baby-Pillen, entwickelt; Das Gras von Piripiri (Cyperus sp.) ist von einem Schlauchpilz befallen, der anscheindend mit ihm in Symbiose existiert. Der Pilz bildet die eigentlichen Wirkstoffe. Diese wurden darufhin an Ratten getestet und zeigten eine eindeutige empfängnisverhütende Wirkung; Indianerfrauen erzählten, dass ein aus Piripiri bereiteter Tee nach mehrmaligem Genuß bis zu drei Jahre unfruchtbar machen könne)
2.5 Kinder und Cassia Fistula
Kinder würden biologisch bis 6 - 7 Jahre gestillt (Aufrechnung von Menschenaffen auf das Menschenleben; Quelle: La Leche Liga). Auffallend ist, dass im christlichen Glauben mit ca. 7 die erste Kommunion (was ich - ursprünglich - mit Manna gleichsetzte) gegeben wird (Dieses Alter ist auch lt. Rudolf Steiner ein Umschwung in der Entwicklung; Ich sage einmal es ist ein Umschwung vom sinnes-orientierten-Denken zum logisch-orientierten-Denken). Die Muttermilch hat wunderfähige Wirkungsweisen auf den Organismus des Kindes (es werden sogar automatisch Antikörper gebildet bei Bedarf). Der meiste Grund für Kindersterblichkeit war - und ist in weiten Teilen der Welt noch immer Durchfall. Die Muttermilch war und ist eine der größten Schutzfunktionen (auch gegen Durchfall). Erst nach dem Absetzen der Muttermilch wird die Cassia interessant.
Sie kann bei Bedarf auch schon früher verwendet werden. Allerdings - wenn - freiwillig.
Die Cassia Fistula kann nicht mit anderen Kassiasorten verglichen werden.
2.6 Art der Anwendung
Über die Art der Anwendung schreibe ich jetzt nicht extra, dies wurde schon genug niedergeschrieben (auf nüchternen Magen, eher vormittags oder morgens, 1 Stunde Pause bis zum nächsten Essen; Gestank des Stuhls bei Entfernung unpassender Moleküle aus dem Verdauungstrakt, sonst aromatischer Geruch, auch nach den gegessenen Lebensmitteln).
Ich habe bemerkt, dass mit steigender stabiler und für den Körper idealer Ernährung die instinktive Einnahme (wenn Geruch und Geschmack angenehm) der Kassia keine krampfartigen Entleerungen wie z.B. Durchfall mehr bewirkt. Insbesondere bei längeren Phasen in denen wenig Masse gegessen wird, ist sie auch ein gutes Lebensmittel um die Verdauung anzukurbeln.
- - -
P.S. Manna (aus der Bibel) wird auch anders erklärt (zuckerhaltiges Blattlaussekret). Tatsache ist, dass damals sehr bildlich geschrieben wurde und man nicht genau weiß, um was es sich in dieser - evtl aus mehreren zusammengestoppelten Geschichten - Begebenheit gehandelt hat. Die Cassia kommt in der Bibel auch hier vor:
Von Myrrhe, Aloe und Kassia duften all deine Gewänder, aus Elfenbeinhallen erfreut dich Saitenspiel. Psalm 45,9
(Als Räucherwerk, Salböl, Duftöl, ...)
Quellen:
Die zitierte Studie: http://www.academicjournals.org/AJB/PDF/Pdf2005/Spe%20Rev/Bahorun%20et%20al.pdf 

Die BLV Enzyklopädie der Heilpflanzen
Giftpflanzen Pflanzengifte - Vorkommen - Wirkung - Therapie Allergische und phototoxische Reaktionen
Die Regenwaldapotheke - Medizin und Weisheit der Völker des tropischen Urwaldes
Die Bibel,
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